Sven

Sich selbst vorzustellen ist gar nicht so leicht – Bei Tinder kann man sich wenigstens noch halbwahre Heldengeschichten ausdenken, aber hier habe ich selbst (oder besser: selbst ich) einen anderen Anspruch – und außerdem schimpft der Markus wenn ich zu viel Unsinn schreibe.

Also: Ich bin 48 Jahre, habe vor ganz langer Zeit mal Politikwissenschaften studiert und bin dann nach ein paar artfremden Nebenjobs über ein Programm für gescheiterte Akademiker im öffentlichen Dienst gelandet. Da bin ich bis jetzt – und habe die Entscheidung tatsächlich nie bereut – auch wenn ich das seinerzeit nicht gedacht hätte und eigentlich nur 9 Monate lang n bissel Geld verdienen wollte.

Zum Podcast-Hören bin ich recht früh gekommen – seit ungefähr 2014 begleiten mich Holgi, Linus & Co. bei jeder Auto- und Zugfahrt – und als Berufspendler und zeitweise Aussendienstler – gab es dergleichen viel. Und irgendwie finde ich es ganz schön, den einen oder anderen Podcaster (sorry, tatsächlich ist da keine Frau dabei) bei seiner Entwicklung zuschauen gekonnt zu haben.

Nun ist es aber an der Zeit selber auch etwas zurück zu geben – denn so wie Facebook und Instagramm letztlich daran scheitern werden, dass die User nur konsumieren, aber die Contenterstellung irgendwelchen Wirrköpfen und der Werbeindustrie überlassen, wird auch die Podcast-Landschaft nur weiterleben, wenn wir uns selbst daran beteiligen. Also tue ich das was ich kann – Leuten Fragen stellen und dann schauen, ob sich daraus ein gutes Gespräch entwickelt. Ich verfolge damit keinen Plan, sondern will einfach nur ein Angebot machen, dass man nutzen kann oder eben auch nicht. Nach den ersten Vorbereitungen und den ersten Probeinterviews merke ich, dass es doch viel mehr Arbeit ist, als ich dachte – daher nocheinmal mein ausdrücklicher Dank an alle, die sich jede Woche aufs Neue aufraffen, uns allen dieses wundervolle Medium mit Leben zu füllen.

Was es sonst noch über mich zu sagen gibt: Ich trinke gern GinTonic und belgisches Bier – entweder auf der Ostkreuz-Wiese oder im Kino oder auf einem der Altbaudächer meiner wundervollen Heimatstadt Ost-Berlin. Und weil mich dies, kombiniert mit meinem Büro-Job doch arg verfetten lässt, trifft man mich auch häufiger auf diversen Langstrecken-Läufen zwischen Kopenhagen und Wien.

Wer sonst noch etwas wissen möchte, oder meint mich über irgendetwas in Kenntnis setzen zu müssen – der darf mich gern anschreiben unter sven@kritiklos.de

P.S. kurze Erklärung zum Foto: Fußball ist politisch – und Deutschland ist kein Sportverein…